Donnerstag, 12. März 2015

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Wagner, Elisabeth - (Un)Bekannt

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Quelle


Verlag: CreateSpace
Erscheinung: August 2014
Seitenanzahl: 396
Genre: Liebesroman 

http://www.amazon.de/Un-Bekannt-Elisabeth-Wagner-ebook/dp/B00N48VQR6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1426082494&sr=8-1&keywords=elisabeth+wagner+unbekannt




Es gibt Momente im Leben, die einen prägen. Augenblicke, die man nie vergisst. Es gibt Momente, von denen man nichts weiß, die jedoch tief in einem verborgen sind. 

Nora hat genug von Männern. Zu sehr wurde sie von ihrem letzten Partner enttäuscht. Jonas schafft es kaum, Freundschaften zu schließen. Seine Vergangenheit macht ihn unsicher. Dennoch bahnt sich zwischen ihnen eine zarte Liebe an. Die starke Verbindung, die sie zueinander fühlen, lässt sich schwer ignorieren. Doch was geschieht, wenn der, den man liebt, nicht der ist, für den man ihn hält? Jeder trägt ein Geheimnis mit sich, das die Liebe zerstört. 

Zwei (Un)bekannte. Eine Geschichte.  

(Verlagstext)





»Es war ein herrlicher Frühling und doch so anders.«






„(Un)Bekannt“ lockt neben Elisabeth Wagners außergewöhnlichem (österreichischem) Schreibstil mit kurzen prägnanten Kapiteln, die das Lesen sehr angenehm machen. Man hat das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen und kann sich wunderbar mitreißen lassen. 
Zudem gibt es zwischendurch immer wieder einen spannenden Perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten Nora und Jonas. Ich fand es wahnsinnig interessant ein und die selbe Szene aus Ihrer und Seiner Sicht miterleben zu können, so versteht man teilweise eine Handlung viel besser und kann auch mal eine eher ungewöhnliche Reaktion besser nachvollziehen. 
Zudem finde ich hat Elisabeth ein Talent sich in das männliche Geschlecht zu versetzen. Es war zeitweise sehr amüsant in die Gedanken von Jonas einzutauchen, der nebenbei bemerkt wirklich authentisch war. Ich finde dieses Switchen zwischen den Protas ist bis zum Ende (da gab es glaube ich einen kleinen Verdreher) ganz gut gelungen. 

Nora ist in ihrem Verhalten eine recht extreme Persönlichkeit. Wenn sie liebt, liebt sie mit ganzer Seele und wenn sie leidet, stirbt sie tausend Tode. So kam es mir jedenfalls vor. 
Anfangs als sie Jonas kennenlernt, gibt es ein zärtliches Anbandeln der Beiden, beinahe schüchtern und zurückhaltend doch das kippt schnell in stürmische Leidenschaft. Und genauso impulsiv reagiert sie auf ihre Tagträume, die seit Jonas Auftauchen immer häufiger und bizarrer werden. 
Die Traumszenen sind mysteriös und geheimnisvoll. Sie bringen neben dem charmanten Anbandeln zwischen den beiden Protas die nötige Spannung. Man will einfach nur weiterlesen, ist total gefesselt und will wissen was es mit den Träumen auf sich hat. Doch die Träume scheinen keine reine Fantasie zu sein. Irgendetwas muss in Noras und Jonas Vergangenheit geschehen sein. Irgendwie scheinen die beiden sich von irgendwoher zu kennen. 
Nachdem Nora eine Ahnung bekommt wer Jonas vermutlich sein könnte, gerät sie völlig aus dem Gleichgewicht. Ich muss sagen, hier gab es Szenen, in denen Nora mir weniger gut gefallen hat. Sie war mitunter stur, unbelehrbar und kindisch, was sie leicht zur Nervensäge mutieren ließ. 

Jonas dagegen kämpft mit seinen ganz eigenen Dämonen. Er hat definitiv etwas zu verbergen. Sein Verhalten ist oft äußerst seltsam und mitunter unheimlich. Nur eins ist sicher: Drogen, Alkohol und One-Night-Stands gehörten zu seinem Alltag und dienten ihm zum „Verdrängen“. 
Sein Geheimnis mit und mit zu lüften, entpuppt sich als ziemlich emotionale und dramatische Angelegenheit. 

Die Stimmung der Geschichte ist auch etwas ganz besonderes. Sie schwankt die ganze Zeit über zwischen Melancholie und Dramatik. Romantik und Lust. Man bekommt eine ganze Palette an Emotionen geboten und spürt das Knistern zwischen den Hauptcharaktere aber auch die Missverständnisse, die zu unbändiger Sehnsucht und Herzschmerz führen. 
Es ist kaum Möglich zu Umschreiben welches Wechselbad der Gefühle diese Geschichte in der Lage ist, auszulösen. 

Zu diesem Roman gibt es noch eine Kurzgeschichte, die meiner Meinung nach besser mit in den Roman aufgenommen werden sollte. 
Man bekommt zum Schluss nämlich leider das Gefühl, dass etwas fehlt. Das es einen Zeitsprung gibt, den man als Leser nur schwer überbrücken kann. 
Die Kurzgeschichte schließt im Nachhinein diese Lücke wunderbar.








Elisabeth Wagners Geschichten bekommen durch ihren österreichischen Touch in meinen Augen immer eine besondere Note. 
Es ist sicher eine Art zu Schreiben und zu Erzählen, die nicht jedem zusagt oder anfangs gewöhnungsbedürftig sein mag. 
Dafür kommen in den Geschichten aber vor allem die Emotionen nie zu kurz. So bietet auch (Un)Bekannt eine Reihe Gefühle, die den Leser einnehmen und in ihren Bann ziehen. 
Lediglich eine kleine Unstimmigkeit beim Perspektivenwechsel und das übereilte Ende (das erst durch die Zusatzgeschichte abgerundet wird) lassen eine Eule davonflattern.

Und mit einem *Klick* kommt ihr direkt zur Kurzgeschichte, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.   








Kommentare:

  1. Notiert, ich werde mir mal das Buch genauer anschauen :)

    LG Danni

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  2. Das wandert sofort auf meine WuLi. Denn das Cover sprang mir sofort ins Auge :-)

    Liebe Grüße und einen tollen Sonntag wünsche ich dir :-)

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  3. Huhu Liebes!

    Das Cover ist ja schon echt ein Hingucker! Werde ich mir mal auf dem Merkzettel notieren :)

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  4. Hallo,

    ich liebe Perspektivenwechsel in Büchern. Wie du schon sagst kann man die Handlung dann oft besser verstehen und erhält einfach unterschiedliche Einblicke.

    So toll sich die Perspektivenwechsel und der Klappentext auch anhören, ich glaube mit Nora könnte ich Schwierigkeiten bekommen. Ihr Charakter klingt zumindest als würde ich ihn nicht mögen :D

    Danke jdenfalls für die Empfehlung ich werde das Buch mal weiter beobachten.

    Grüße,
    Julia

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